Virtuelle Führungen

‚Elk nadeel heb zijn voordeel‘ = „Jeder Nachteil hat seinen Vorteil“

Johan Cruijff (1947-2016)
Rembrandt van Rijn (1606-1669), Isaak und Rebekka, besser bekannt als ‚Die jüdische Braut‘ (Detail), Öl auf Leinwand, H 121,5cm × B 166,5cm, Rijksmuseum Amsterdam.

(…) – aber die Judenbraut – nicht so viel gerechnet – was für ein intimes, was für ein unendlich sympathisches Gemälde, gemalt – mit glühender Hand. Sie sehen, in den Syndikanten ist Rembrandt lebensecht, obwohl er auch da noch ins Höhere – ins Allerhöchste – Unendliche geht. Aber dennoch – Rembrandt konnte noch etwas anderes – wenn er nicht im wörtlichen Sinne wahr sein musste, wie in einem Porträt – wenn er – Poesie machen konnte – Dichter sein, also Schöpfer. Das ist es, was er in der jüdischen Braut ist. Oh, wie hätte Delacroix gerade dieses Bild verstanden! Was für ein edles Gefühl, unergründlich tief. Man muss viele Male gestorben sein, um so zu malen – trifft hier sicherlich zu. Dennoch – man kann über die Gemälde von Frans Hals sprechen, er bleibt immer – auf der Erde. Rembrandt geht so tief ins Geheimnisvolle, dass er Dinge sagt, für die es in keiner Sprache Worte gibt. Mit Recht nennt man Rembrandt – Zauberer – das ist kein leichter Beruf.

Von: Vincent van Gogh
An: Theo van Gogh
Datum: Nuenen, am oder um Samstag, 10. Oktober 1885
Van Gogh schrieb den Brief nach seiner Reise nach Amsterdam und seinem Besuch am Rijksmuseum am 6., 7. und 8. Oktober 1885. Quelle: vangoghletters.org

Sie möchten eine Ausstellung oder ein Museum besuchen, können aber nicht teilnehmen.
Das Museum ist seit Jahren wegen einer umfassenden Renovierung geschlossen, sodass Sie es nicht betreten können.
Und was ist, wenn Sie einfach zu beschäftigt sind und nur abends gehen können? Das ist Pech, denn dann sind die meisten Museen geschlossen. Oder stellen Sie sich vor, Sie haben einen Besuch im Van Gogh Museum geplant, möchten sich schon zu Hause ein wenig vorbereiten, aber wie?
Sie möchten mit Ihren Enkelkindern zu den Rijks (=Abkürzung für Rijksmuseum) gehen, aber sie leben im Ausland.

Es gibt viele Gründe, warum eine virtuelle Online-Präsentation Sinn und Spaß machen kann. Weil live dabei sein einfach nicht möglich ist oder weil Sie sich gründlich vorbereiten wollen.

Dies ist mit den heutigen technischen Möglichkeiten machbar. Eine virtuelle private Tour, die von einem erfahrenen Führer/ Kunstvermittler geführt wird, ist eine der Möglichkeiten. Alles was es braucht ist eine stabile Internetverbindung und ein Smartphone, Tablet, iPad oder einen Computer. Auf diese Weise können Sie online an einer virtuellen Tour teilnehmen. Die Teilnehmer müssen dabei nicht unbedingt am selben Rechner sitzen.

Zum Beispiel ist es für Großmutter und Großvater aus Bonn jetzt möglich, zusammen mit ihren Enkelkindern eine Ausstellung oder ein Museum virtuell zu besuchen, auch wenn die Enkelkinder in Neuseeland wohnen. Und, Sie können dem erfahrenen Reiseleiter und Kunstvermittler Fragen stellen. Toll, nicht?

Derzeit bieten wir folgende Online-Touren / Präsentationen / Webinare an. Sie dauern ungefähr 90 Minuten:

  • Virtuelle Tour im Rijksmuseum Amsterdam.
  • Virtuelle Tour / Präsentation Van Gogh Museum Amsterdam.
  • Virtuelle Präsentation Rembrandthaus Amsterdam.
  • Virtuelle Tour / Präsentation Anne Frank Haus Amsterdam.
  • Virtuelle Tour im Mauritshuis Den Haag.
  • Oder auf Anfrage in einem anderen Museum, einer anderen Ausstellung, einem anderen Thema.

Themen, die wir bereits durchgeführt haben, sind zum Beispiel:

  • Rembrandt, mit einer Einführung über seine Heimatstadt Leiden und seine Karriere in Amsterdam. Mit Werken aus den Sammlungen des Rijksmuseums, des Mauritshuis in Den Haag und des Schlosses Wilhelmshöhe in Kassel.
  • Vincent van Gogh und eine Online-Reise zu den Orten, an denen er als Künstler tätig war.
  • Ein Online-Rundgang durch die wunderbare Sammlung des Mauritshuis in Den Haag
  • Die Jubiläumsausstellung 2022 „in voller Blüte“ im Mauritshuis Den Haag über die Blumenstilllebenkunst im 17. Jahrhundert und den überraschend großen Beitrag von Künstlerinnen.
  • Ein Vortrag über das größte öffentliche Gebäude der Welt im 17. Jahrhundert. Das Rathaus von Amsterdam, das seit dem 19. Jahrhundert als Königlicher Palast auf dem Dam-Platz bekannt ist.
  • Ein Online-Stadtspaziergang in Amsterdam, über die Geschichte, Architektur und Kultur im Laufe der Jahrhunderte.
  • Die niederländischen Gruppenporträts aus dem 17. Jahrhundert, von denen die Nachtwache nur ein Beispiel von vielen ist.
  • Über die Technik der Impressionisten, Maler wie Claude Monet, Alfred Sisley. Ein Vortrag über die praktische Seite des Künstlerdaseins.
  • Über die Technik von Vincent van Gogh.
  • Ein Vortrag über die Farbflächenmaler, wie Mark Rothko, Barnett Newman, Helen Frankenthaler und Louis Morris im Rahmen der Ausstellung im Museum Barberini Potsdam „Die Form der Freiheit. Internationale Abstraktion nach 1945“.

    Fragen Sie gern nach den Möglichkeiten.

Oder schreiben Sie uns eine Nachricht: